P R E S S E D I E N S T
des
CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK)
vom 27.03.2004

Wozu Uniformierte fähig sind!

Im Bericht von Andreas Rentsch wird geschildert, wie Bereitschaftspolizisten
agieren, um anscheinend Atomkraftgegner mit fadenscheinigen Anzeigen wegen Sachbeschädigung kriminalisieren zu können. Wozu Uniformierte fähig sind, wenn die Interessen der kriminellen Atomwirtschaft durchgesetzt werden sollen, schildert die katholische Wochenzeitung Publik-Forum in Ihrer aktuellen Ausgabe vom 26. März 2004. Selbstverständlich unterstützen wir als Unionsmitglieder den Protest und die "DRESDNER ERKLÄRUNG - Keine Atomtransporte von Dresden nach Ahaus! - Für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie!"

Leider ignorieren die Atommafia & ihre Helfer die Aufsehen erregende Feststellung der Regierung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl (CDU) 1998 im deutschen Bundestag, daß bei Berücksichtigung aller Folgekosten die Kosten für die deutsche Volkswirtschaft pro Kilowattstunde Atomstrom reell bis zu 4, - DM betragen. Dies ergibt sich aus einer Studie der renommierten Baseler PROGNOS AG für das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), aus der hervorgeht, daß gegen Ende der Regierungszeit von Bundeskanzler Kohl für jede produzierte Kilowattstunde Atomstrom reell bis zu 2 EURO an unberücksichtigten Risiken und Folgekosten gegenüberstanden, die voll zu Lasten der Allgemeinheit gingen.

Damit war schon damals -unter Nichtberücksichtigung von jüngst durch eine Geheimstudie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) bestätigten Terrorgefahren- die Kilowattstunde Atomstrom um 2000% teurer als Windenergie und die Mehrzahl aller deutschen Atombetriebe extrem unterversichert. Die bisherigen Deckungssummen für die Haftpflichtversicherung von atomaren Anlagen sind durch die vom Gesetzgeber verfügte Obergrenze völlig unzureichend und liegen noch weit unter den erforderlichen Versicherungsprämien. Nur für die umfassende jährliche Risikoversicherung wären mehr als 250 Milliarden EURO auf die Stromrechnung draufzuzahlen. Damit erledigen sich durch das täglich drohende Risiko des Totalschadens der deutschen Volkswirtschaft die Notwendigkeiten für Atomkraftwerke eigentlich von selbst.

Zwischen Gefährdungspotential und tatsächlichem Versicherungsschutz bestehen himmelschreiende Mißverhältnisse. Derzeit deckt der Versicherungsumfang nur 0,01 % der möglichen Schadenssumme von über 5 Billionen EURO ab. So kommt es, daß an nuklearen Standorten die Autos der Belegschaft draußen auf dem Parkplatz besser versichert sind, als die gesamte atomare Anlage! Ergo schlagen bei sauberer volkswirtschaftlicher Kalkulation regenerative Energieträger die verstaubte Atomenergie haushoch!

 

Bearbeitet am: 01.04.2004/ad


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