Anzeige gegen die Polizeiseelsorger, Einsatzleiter der Polizei, Polizeibeamte

im Rahmen des Castor-Transportes in Nobember 2003

An die
Staatsanwaltschaft
in Lüneburg
Telefax 04131-202358

mein Zeichen:
et - Unterl. ev. Hilfeleistung meine Nachricht vom: Datum: 10. Februar 2004

Tatort:

Zufahrtsstraßen zum Kulturmarathon im Musenpalast zu Laase (Landkreis Lüchow-Dannenberg) 12. November 2003

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich als Betroffener und Opfer Strafanzeige und Strafantrag gegen die beteiligten Polizeiseelsorger, Einsatzleiter der Polizei, Polizeibeamte wegen (eventuell sogar organisierter) seelsorgerischer Grausamkeit, Nötigung, Körperverletzung / Mißhandlung / Demütigung, verweigerte Freizügigkeit, das heißt: faktische Einkerkerung, Schlafentzug, seelischer Grausamkeit sowie unterlassener Hilfeleistung,

Tatbestände:

A)

wurde ich mit anderen Menschen beim letzen Castor-Transport im Beisein von sogenannten Polizeiseelsorgern von Polizisten mißhandelt. Als staatlich anerkannter Kriegsdienstverweigerer (2. Instanz ohne "Gewissens-TÜV per Briefpostkarte") verabscheue ich Gewalt. Ich bin mir auch keines Vergehens, keiner Straftat oder Ordnungswidrigkeit bewußt, wofür auch spricht, daß 1. die Polizisten von mir keine Personalien aufnahmen und 2. an mich über Stunden keine einzige Aufforderung erging, das Gelände zu verlassen oder zu räumen

B)

wurde ich mit anderen Menschen nachts bei Eiseskälte willkürlich und ohne rechtsstaatliche Begründung auf Zufahrtsstraßen zum Kulturmarathon im Musenpalast zu Laase (Landkreis Lüchow-Dannenberg) zwangsweise von Polizeitruppen als politischer Gefangener am 12. 11. 2003 nachts auf offener Straße festgesetzt . Dazu ist anzumerken, daß die Polizei ihre politischen Gefangenen nachts in der Dunkelheit unter freiem Himmel nicht nur nicht versorgte und deren gesundheitliche Schädigung in Kauf nahm, sondern ihnen auch rechtswidrig und entwürdigend den Schlaf, sowie Zugang zu Toiletten und Telefon verweigerte und somit die politischen Gefangenen daran hinderten, ihre besorgten Angehörigen über Telefon zu benachrichtigen. Erstmalig um kurz nach ein Uhr früh habe ich mit anderen versucht, in allen Richtungen, wo öffentliche Wege und Straßen waren, Laase während des Kessels für immer zu verlassen.

Leider und immer wieder ohne Gelingen, obwohl ich immer ausdrücklich klar sagte, daß ich nur noch nach hause schlafen wollte und dringend meine Medikamente einnehmen muß. Gegenüber anwesenden Polizisten aus Magdeburg und Thüringen verwahrte ich mich gegen bösartige Unterstellungen, ich wollte Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten begehen. Trotz sofortigen Insistierens konnten sie weder Einsatzleiter noch sogenannte "Konfliktmanager", beibringen. Ich protestierte gegenüber diesen Beamten gegen jegliche schikanöse Behandlung und Freiheitsberaubung. Später protestierte ich dagegen, daß 14 Jahre nach dem Untergang der Zwangsherrschaft in der DDR mir Polizisten aus dem Gebiet der EX-DDR die Freiheit nehmen und mich zum politischen Gefangenen machen. Dies empfand ich, zumal ich von Uniformierten der Zwangsherrschaft in der DDR schikaniert wurde, als arge Zumutung.

Ich fragte Polizisten, ob Ihre mutmaßliche Bereitschaft zur politischen Christenverfolgung und zum Rechtsbruch möglicherweise damit zusammenhänge, daß sie aus atheistischen Bundesländern kommen. Hingegen traf ich justament auf möglicherweise unfähige oder inkompetente Belegschaft, respektive: Polizei-Seelsorger in Polizeiuniformen mit Landeswappen und sogenannte "Konfliktmanager" (die im Sold der Polizei stehen), die trotz Aufforderung, nicht etwa uns mißhandelten Bürgerinnen und Bürger halfen, sondern fortgesetzte Rechtsbrüche stramm verteidigten und schön redeten. Zusätzlich zu Strafanzeige und Strafantrag verlange ich,

1. daß die für die oben angeführten rechtsstaatlichen und demokratischen Fehlleistungen verantwortlichen Kirchenleitungen und Polizeistäbe für die verursachten Schädigungen und Verletzungen offensiv haften und sich bei den Betroffenen und Opfern öffentlich entschuldigen

2. daß Sie, die Staatsanwaltschaft mir eine journalistisch verwertbare Zusammenstellung und Übersicht der Personen übermitteln, die in Uniform oder Leitungsfunktion an den Übergriffen beteiligt waren, bzw. dafür Verantwortung tragen.

Mit freundlichen Grüßen!

Vorname Name
JOURNALIST
Anschrift ist der Castor-Nix-Da Redaktion bekannt.

Bearbeitet am: 22.03.2004/ad


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